Abbaye aux Hommes
Die Benediktinerabtei Saint-Étienne in Caen, meist Abbaye aux Hommes genannt, wurde 1063 von Wilhelm dem Eroberer gegründet. Die Kirche stammt in ihrer heutigen Gestalt überwiegend aus dem 11. und dem 13. Jahrhundert und birgt das Grab des Herzogs der Normandie und Königs von England. Damit ist sie einer der wenigen Orte, an denen sich die normannisch-englische Doppelgeschichte des 11. Jahrhunderts an einem einzigen Stein festmachen lässt. Das alte Kloster hat diese Kontinuität nicht erlebt: Es wurde während der Religionskriege zerstört und im 18. Jahrhundert neu errichtet. Diese Neubauten dienen heute als Rathaus von Caen. Wer die Abtei besucht, betritt also zugleich ein Verwaltungsgebäude. Zu sehen sind der Kreuzgang sowie mehrere historische Ausstellungen; die klassizistische Strenge des 18. Jahrhunderts steht dabei in deutlichem Gegensatz zur romanischen Kirche nebenan. Für den Rundgang sollte man etwa eine Stunde einplanen. Geführt wird auf Französisch und Englisch, das Haus bedient darüber hinaus Spanisch und Italienisch. Die Abtei liegt an der Esplanade Jean-Marie Louvel im Süden der Altstadt, gut zu Fuß erreichbar; Parkplätze sind kostenpflichtig. Sinnvoll ist die Kombination mit der Abbaye aux Dames im Osten der Stadt, der Gründung von Wilhelms Frau Mathilde, die dort ebenfalls begraben liegt. Zeitweise finden in der Abtei Sonderausstellungen statt, die den Rundgang erweitern.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.
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