GK Dürnrohr

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Niederösterreich

GK Dürnrohr

Die GK Dürnrohr war eine Gleichstromkurzkupplung westlich des Umspannwerks Dürnrohr in Niederösterreich, die von 1983 bis 1996 den Energieaustausch zwischen Österreich und der Tschechoslowakei ermöglichte. Mit einer Nennübertragungsleistung von 550 Megawatt und einer Gleichspannung von 145 Kilovolt im Zwischenkreis übertrug sie Strom mit Verlusten von nur 1,4 Prozent bei maximaler Leistung. Die Anlage entstand aus einem 1975 geschlossenen Vertrag zwischen Österreich und Polen, der den Energieaustausch über tschechisches Gebiet vorsah. Nach fünfjähriger Bauzeit begann 1983 der Probebetrieb, der im September desselben Jahres offiziell aufgenommen wurde. Die Stromrichterhalle, ein 29,8 Meter langer, 15,4 Meter breiter und 13,8 Meter hoher Stahlbetonbau, beherbergte die Technik. Ihre 20 Zentimeter dicken Wände aus Steinwollwärmeisolierung und verzinktem Stahlblech schützten vor Bränden und Witterung. Vor Ort zeigt sich die technische Infrastruktur: Die Halle enthält Thyristortürme mit über tausend Einzelbauelementen, die in Zwölfpulsschaltung arbeiten. Eine Glättungsdrossel und Oberschwingungsfilter stabilisieren die Stromübertragung. Noch heute in Betrieb ist ein statischer Blindleistungskompensator, der nach Stilllegung der Kurzkupplung weiter Blindleistung liefert. Die 102 Kilometer lange Freileitung nach Tschechien überquert die Grenze bei Kleinhaugsdorf und führt über Masten mit unterschiedlicher Leiteranordnung.

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