TheaterBerlinBezirk Berlin

Piscator-Bühne

zwischen 1927 und 1931 in Berlin betriebene Avantgardetheater

Die Piscator-Bühne war ein Avantgardetheater in Berlin, das von Erwin Piscator zwischen 1927 und 1931 betrieben wurde. Sie stand am Nollendorfplatz und wurde 1927 mit der Aufführung von *Hoppla, wir leben!* eröffnet. Ein finanzieller Zusammenbruch 1928 führte zur Schließung der ersten Bühne, doch Piscator gründete 1929 eine zweite Bühne am gleichen Ort. 1930 betrieb er eine dritte Bühne im Wallner-Theater und dem Lessing-Theater, die 1931 endete. Die Piscator-Bühne war bekannt für ihre technischen Innovationen wie laufende Bänder, Globusbühnen und Bildprojektionen. Sie war ein Zentrum des Avantgardetheaters der 1920er Jahre und zählte zu ihren Mitwirkenden unter anderem Tilla Durieux, Bertolt Brecht und Walter Mehring. Die Bühnen präsentierten Werke wie *Der Kaufmann von Berlin* und *Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk*, die bis heute als bedeutend gelten. Besucher konnten sich an der Bühne der 1920er Jahre beteiligen, die durch ihre technischen Effekte und politischen Botschaften auffiel. Die Inszenierungen verwendeten Dokumentarfilme und moderne Bühnenmechanismen, um das Geschehen zu aktualisieren. Die Bühnen standen am Nollendorfplatz und in anderen Theatern Berlins und boten einen einzigartigen Einblick in die künstlerische Praxis der damaligen Zeit. Die Umgebung umfasste andere kulturelle Einrichtungen und die Stadt Berlin selbst.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Theatergebäude
Ort
Berlin

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