Ramelen, jungsteinzeitliche Höhensiedlung
Archäologische Stätte in Egerkingen im Kanton Solothurn, Schweiz
Ramelen liegt auf einer Jurarippe über der Sonnenhalde, nordwestlich von Egerkingen im Kanton Solothurn. Die Region ist heute bewaldet, aber die archäologischen Funde zeigen, dass es in der Jungsteinzeit eine befestigte Siedlung gab. Die Ausgrabungen von Theodor Schweizer ab 1925 enthüllten eine mit Wall und Graben umgebenen Siedlung, die der Horgener Kultur und der Schnurkeramik zugeordnet wird. Die Siedlung war mit mehreren Wohngruben ausgestattet, in denen Werkzeuge und Pfeilspitzen aus Feuer- oder Hornstein, Grünstein oder Quarz gefunden wurden. Zwei kleine Lamellen aus Bergkristall sind besonders auffällig. Schleifsteine wurden aus Granit und Sandstein hergestellt, und eine Handmühlenunterlage besteht aus Granit. Die Keramikfunde zeigen nur geringe Verzierungsspuren. Die Siedlung bot Raum für Wohngruben und handwerkliche Tätigkeiten. Die Lage auf einer Jurarippe ermöglichte einen Ausblick auf die Umgebung, und die Nähe zur Sonnenhalde deutet auf eine strategische Position hin. Die Funde belegen eine kulturelle Verknüpfung mit der Horgener Kultur und der Schnurkeramik, was die Bedeutung der Siedlung in der Jungsteinzeit unterstreicht.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Archäologische Stätte, Höhensiedlung
- Ort
- Egerkingen
- Adresse
- Ramelen, 4622 Egerkingen
- Denkmalstatus
- Schweizer Kulturgut der Klasse B von regionaler Bedeutung
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