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Seeburg

abgegangene Niederungsburg der Ministerialenfamilie von Issendorff südlich des Ortsteils Karlshöfen der Gemeinde Gnarrenburg im niedersächsischen Landkreis Rotenburg (Wümme)

Die Seeburg war eine abgegangene Niederungsburg der Familie von Issendorff südlich von Karlshöfen in der Gemeinde Gnarrenburg im niedersächsischen Landkreis Rotenburg (Wümme). Sie lag ursprünglich auf einer Insel in einem heute verlandeten See, der durch den Bau des Oste-Hamme-Kanals im Jahr 1766 entstand. Die Burg wurde im 13. Jahrhundert errichtet und ist als einzige Erwähnung in der historischen Überlieferung bekannt. Die Seeburg wurde 1394 durch den Bremer Erzbischof Otto II. zerstört, weshalb die Familie von Issendorff ihren Wohnsitz verlegte. Sie wurde im 16. Jahrhundert erneut in Dokumenten erwähnt, doch der Wiederaufbau wurde abgelehnt. Die Burg blieb als Ruine bestehen, bis sie im 18. Jahrhundert nur noch als flache Geländeerhebung mit umlaufender Senke sichtbar war. Die Seeburg lässt sich heute nur noch als flache Erhebung erkennen, die aus dem 18. Jahrhundert stammt. Reste der Burg wurden 1939 entdeckt, darunter Pfähle und eine Schuttschicht aus Backsteinen, Ziegeln und Holzkohle. Diese Zeugnisse deuten auf eine Bauweise aus Backsteinmauern auf Findlingsfundamenten hin. Die Holzkohle deutet auf die Zerstörung der Burg im Jahr 1394 hin. Die Umgebung um die Seeburg ist heute landwirtschaftlich genutzt.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Burg
Ort
Gnarrenburg

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