📷 Bild: Wikimedia Commons
Schloss Marschlins
Schloss in der Schweiz
Das ehemalige Wasserschloss Marschlins liegt in der Ebene nordöstlich von Igis in der Gemeinde Landquart im Kanton Graubünden. Es ist Privateigentum und wurde vermutlich im 13. Jahrhundert als bischöfliche Gründung errichtet. Die Anlage umfasst ein Rechteck von 34 auf 39 Metern mit zwei Gräben, die im 16. Jahrhundert trockengelegt wurden. Die heute sichtbare Form entstand durch Umbauten im 17. und 18. Jahrhundert, wobei Eugen Probst 1905 die Anlage umfassend renovierte. Das Schloss besitzt mehrere reich ausgestattete Räume, darunter das «Marschallstübli» mit geschnitztem Täfer und Intarsien sowie das «Goldene Stübli» mit bemalten Füllungen und Darstellungen der Sonne und Sternbilder. Die Innenausstattung umfasst auch Elemente aus anderen Regionen, wie Täfer aus Ilanz und Zürich. In der Schlosskapelle hängen Rundscheiben mit Bildern der Evangelisten, und im Hof steht eine Kanone aus dem 17. Jahrhundert. Die Geschichte von Marschlins reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück, als es als castrum erstmals erwähnt wurde. Es war bis 1460 im Besitz der Herzöge von Österreich und wurde nach einem Brand durch Ulrich von Brandis wieder aufgebaut. Seit 1635 war es in der Familie von Salis, die es bis 1934 besaß. Das Schloss wurde 2020 verkauft, und seit 2021 ist es unter neuem Besitzer.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Burg
- Ort
- Kanton Graubünden
- Adresse
- Gandastrasse, Igis
- Denkmalstatus
- Schweizer Kulturgut der Klasse A von nationaler Bedeutung
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