Königshof Zizers
archäologische Stätte in der Schweiz
Der Königshof Zizers ist eine archäologische Fundstelle in Zizers, Kanton Graubünden, im Churer Rheintal. Die Ruinen wurden 2003 bei Sondierbohrungen für ein Bauprojekt entdeckt und liegen südlich der reformierten Dorfkirche. Sie sind etwa 25 Meter lang und 13 Meter breit und stammen aus der karolingisch-ottonischen Zeit. Der Bau war vermutlich zweistöckig und wurde mehrfach umgebaut. Der Königshof Zizers ist einer der wenigen historisch nachgewiesenen Profanbauten aus der karolingisch-ottonischen Zeit in der Schweiz. Er lag auf einer Route für die Italienzüge der römisch-deutschen Könige und diente wohl als Wirtschaftshof und Durchreisestation. Otto I. schenkte ihn 955 dem Bischof Hartpert von Chur. Verkohlte Balken deuten auf mehrere Brandereignisse hin, und der Bau zerfiel irgendwann, wobei Teile des Innern als Friedhof genutzt wurden. Die Ruinen sind heute als Park angelegt und frei zugänglich. Sie wurden überdacht und rekonstruiert, wobei der Mauerverlauf gut markiert ist. Infotafeln informieren über die Nutzung der Anlage. Die Grabungsstätte wurde 2010 als national bedeutsames Fundstück eingestuft. Die Ausgrabungen endeten 2013, und das Areal ist zum Schutz zugedeckt.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Kanton Graubünden
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