📷 Bild: Wikimedia Commons
Marienmünster (Kempten)
archäologische Stätte in Kempten, Deutschland
Das Marienmünster in Kempten war eine romanische Kloster- und Stiftskirche des Fürststifts Kempten. Die Kirche war dreischiffig mit einem Querschiff im Westen und einem Turmpaar im Osten. An der Ostfront des Klosters befand sich das Münster, und südlich davon lag ein romanischer Kreuzgang. Die Kirche war ursprünglich von einer Seitenkapelle, der Hildegardkapelle, umgeben. Die Klosterkirche wurde im Jahr 1026 durch einen Brand beschädigt, der auch die Kirche traf. Die doppeltürmige Kirche wurde 1170/80 auf stiftkemptischen Münzen dargestellt. Die gotischen Turmhelme entstanden vermutlich nach einem Brand im Jahr 1361 durch einen Umbau im Jahr 1382. Die Kirche wurde im Jahr 1632 während des Dreißigjährigen Krieges zerstört und nicht wieder aufgebaut. Im Bereich der alten Klosterkirche wurden zahlreiche Gräber, darunter frühmittelalterliche Steinkistengräber, entdeckt. Auf dem Gelände der zerstörten Kirche stand die Fürstäbtliche Residenz. 1959 wurden an den Grundmauern der Residenz die Reste des Ostchores gefunden. Eine Weihe durch Papst Hadrian I. im Jahr 777 gilt als Fälschung, da dieser Papst nie nördlich der Alpen war.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Archäologische Stätte, Kirchengebäude
- Ort
- Kempten
- Adresse
- Pfeilergraben 16, 87437 Kempten (Allgäu)
- Baustil
- Romanische Architektur
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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