Blaues Wunder
abgerissenes Schloss im Kinzigtal bei Wächtersbach im Main-Kinzig-Kreis in Hessen
Das Blaue Wunder, auch Schloss Kinzighausen genannt, ist eine ehemalige Schlossanlage im Kinzigtal zwischen Neudorf und Aufenau, zwei Ortsteilen von Wächtersbach im Main-Kinzig-Kreis. Die Anlage liegt am Rande des Kinzigtals, kurz vor der Mündung der Bracht in die Kinzig. Sie war im Mittelalter ein Zentrum eines reichsunmittelbaren Territoriums und wurde im 14. Jahrhundert von den Forstmeistern von Gelnhausen erworben. Die Schlossanlage war bis ins 18. Jahrhundert ein bedeutender Sitz der Familie Forstmeister. 1600 wurde ein Schlösschen errichtet, das den Namen „Blaues Wunder“ erhielt. Nach dem Dreißigjährigen Krieg verfiel das Schloss zunehmend, und 1805 wurde es abgerissen. Die Reste der Anlage wurden später als Pächterwohnhaus genutzt. Die umliegende Landschaft umfasst ein vierseitiges Hofgut mit verschiedenen Gebäuden wie Bedientenhaus, Hofhaus und Mahlmühle. Die Anlage selbst ist heute kaum mehr erkennbar, da sie nach dem Abbruch zweitverwendet wurde. Umgebungsgestaltung und Ausblicke sind begrenzt, doch die Ruine ist Teil der Landschaft im Kinzigtal. In der Nähe befindet sich ein Reiterhof mit Connemara-Ponys und einer Reitschule, die für sportliche Aktivitäten attraktiv ist.
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- Art
- Schloss
- Ort
- Wächtersbach
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