📷 Bild: Wikimedia Commons
Österreichisches Staatsarchiv
Das Österreichische Staatsarchiv in Wien ist das zentrale Archiv der Republik Österreich und verwahrt nach Bundesarchivgesetz das Archivgut des Bundes. Es befindet sich im Herzen der Stadt und sichert als staatliche Einrichtung historische Dokumente für Forschung, Verwaltung und Rechtsprechung. Zu seinen Aufgaben gehören Erfassung, Erhaltung und Nutzbarmachung von Archivgut, wobei Sperrfristen bis zu 110 Jahre gelten können. Besonders bedeutend ist die historische Entwicklung des Archivs, die bis ins Jahr 1502 zurückreicht, als Maximilian I. eine geordnete Dokumentensammlung anordnete. Der eigentliche Ursprung liegt jedoch im Jahr 1749, als Maria Theresia das Geheime Hausarchiv gründete. Später wurde es als Haus-, Hof- und Staatsarchiv bekannt und umfasst heute mehrere spezialisierte Abteilungen wie das Archiv der Republik, das Allgemeine Verwaltungsarchiv und das Kriegsarchiv. Vor Ort bietet das Staatsarchiv Einblicke in historische Bestände wie Urkunden, Karten und Nachlässe. Das Allgemeine Verwaltungsarchiv verwahrt etwa 12.700 Laufmeter Schriftgut aus der Habsburgermonarchie, darunter thematische Gruppen zu Justiz, Handel oder Adel. Das Kriegsarchiv dokumentiert militärische Geschichte seit dem 18. Jahrhundert mit Akten und Karten. Besucher können die wissenschaftliche Aufbereitung dieser Quellen nachvollziehen, etwa durch thematische Gruppen oder digitale Archive wie das Digitale Archiv Österreich.
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