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Wohnhaus, sog. Judengebäude
Wohn- und Geschäftshaus in Güssing (28768)
Das Judengebäude ist ein historisches Wohn- und Geschäftshaus aus dem 18. Jahrhundert in Güssing, Burgenland. Es steht an der Ecke Marktplatz und Pater-Gratian-Leser-Straße in der Unteren Stadt. Das Gebäude schließt den Marktplatz westseitig ab und grenzt an den Schlossberg, den Park des Schlosses Draskovich sowie das Franziskanerkloster. Es ist ein vierseitiger Vierkanter mit Satteldach und besitzt eine schmucklose Fassade mit Farbfaschen und einem Reliefwappen der Familie Batthyány. Das Gebäude wurde im 18. Jahrhundert als Baumwollspinnerei errichtet und wurde 1814 nach dem Tod von Karl II. Graf Batthyány an 21 jüdische Familien als Unterkunft übergeben. Es lag im Zentrum des jüdischen Ghettos und war in unmittelbarer Nachbarschaft zu weiteren jüdischen Einrichtungen. Links und rechts der Pater-Gratian-Leser-Straße standen Beherbergungsbetriebe, und nördlich davon lag die Judenbrücke, ein 1788 errichtetes Bauwerk über den Stadtgraben. Im Inneren des Gebäudes gibt es einen Innenhof, der über einen Stiegenaufgang vom Marktplatz oder ein Zufahrtstor an der Westseite erreicht werden kann. Die Fassade weist an der Südseite ornamentierte Putzfaschen und einen Mittelrisalit auf. Das Gebäude wird bis heute für Wohn- und Geschäftszwecke genutzt und steht unter Denkmalschutz.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Wohngebäude
- Ort
- Güssing
- Adresse
- P.Gratian Leser-Straße 15
- Denkmalstatus
- Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich
In der Nähe
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