Ostdeutschland

Berliner Unterwelten

Die Berliner Unterwelten führen dorthin, wo die Stadtgeschichte im Wortsinn liegengeblieben ist: in Bunker, Tunnel und Schutzräume unter dem Berliner Straßenniveau. Der gemeinnützige Verein erforscht diese Anlagen seit 1997 und bietet seit 1999 Führungen durch die weitläufige Bunkeranlage im U-Bahnhof Gesundbrunnen an. Besichtigt werden kann nur mit Begleitung, was hier weniger Vermarktung als Notwendigkeit ist — die Räume sind unbeleuchtet, verwinkelt und teils nur über enge Treppen erreichbar. Das Themenspektrum ist breiter, als der Name vermuten lässt. Neben dem zivilen Luftschutz im Zweiten Weltkrieg geht es um den AEG-Testtunnel, den ersten Berliner U-Bahntunnel überhaupt, um die Flaktürme im Humboldthain, um Fluchttunnel zwischen Ost- und Westberlin und um das alte Rohrpostsystem. Der Fichtebunker in Kreuzberg zeigt exemplarisch, wie oft solche Bauten umgenutzt wurden: erst Gasometer, dann Mutter-Kind-Bunker, später Lager für die Westberliner Senatsreserve. Eine Führung dauert etwa neunzig Minuten. Unter Tage ist es ganzjährig kühl, feste Schuhe und eine Jacke sind angebracht; Kinder unter sieben Jahren werden nicht mitgenommen, empfohlen wird der Besuch ab etwa dreizehn Jahren. Ausgangspunkt ist das Vereinsgelände in einem ehemaligen Bunker direkt am Verkehrsknoten Gesundbrunnen. Geöffnet ist ganzjährig.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.

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