Tricensimae
Römische Festung in Xanten
Die Tricensimae wird als römische Festung der Spätantike im Zentrum der mittelkaiserzeitlichen Stadt Colonia Ulpia Traiana (CUT) in Xanten am Niederrhein bezeichnet. Sie wird in der Forschung oft mit dem antiken Ortsnamen Tricensimae gleichgesetzt, doch diese Zuordnung ist umstritten. Die genaue Lokalisierung der Anlage ist Gegenstand vieler Diskussionen und Hypothesen, da die archäologischen Befunde und historische Quellen nicht eindeutig sind. Ammianus Marcellinus erwähnt Tricensimae im 18. und 20. Buch seiner Werke. Dort wird beschrieben, wie Kaiser Julian 359 Tricensimae und sechs andere Plätze am Rhein zurückeroberte und als Aufmarschbasis für einen Feldzug diente. Die Festung wird in der Forschung oft mit dem spätrömischen Befund auf dem Areal der Colonia Ulpia Traiana identifiziert, der um das Ende des dritten Jahrhunderts entstand. Die Anlage war von einer vier Meter mächtigen Mauer umgeben und umfasste ein Areal von 16 Hektar. Die spätrömische Großfestung lag auf neun zentralen Insulae der Colonia Ulpia Traiana und war von einer Wehrmauer mit Türmen und Gräben umgeben. Die Befunde deuten auf eine Weiternutzung von kaiserzeitlichen Gebäuden hin, die bis ins vierte Jahrhundert genutzt wurden. Außerhalb der Festung gab es eine kleine Siedlung und einen Wachturm, der bis ins vierte Jahrhundert genutzt wurde. Südwestlich von Xanten wurde ein Hortfund mit über 400 Goldmünzen entdeckt, der auf den Zeitraum zwischen Konstantin und Valentinian III. datiert wird.
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- Art
- Museum, Archäologische Stätte
- Ort
- Xanten
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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