📷 Bild: Wikimedia Commons
Schloss Schnaditz
Schlossanlage in Schnaditz (Bad Düben)
Das Schloss Schnaditz liegt im Stadtteil Schnaditz von Bad Düben und besitzt einen 29 Meter hohen Wehrturm. Es wurde im 13. Jahrhundert als Wasserburg errichtet und war bis 1940 in verschiedenen Besitzverhältnissen. Die Familie von Zaschnitz hielt das Gut bis 1655, danach folgten weitere Besitzer, darunter die Familie von Steuben und später die Familie Martin. Während des Nationalsozialismus wurde das Gut 1940 von Dr. Erich Wendenburg gekauft, wobei die Familie Martin weiterhin im Schloss wohnte. Das Schloss war bis 1990 in der DDR-Zeit als Wohnhaus, Gemeindeverwaltung und andere Einrichtungen genutzt. Nach der Wende blieb es leer, bis es 1999 der Stadt Bad Düben zugehörig wurde. 2014 wurde es an eine Investorengruppe verkauft, die jedoch die geplanten Investitionen nicht umsetzte. 2018 wurde der Kaufvertrag rückgängig gemacht, und die Stadt ist seitdem Eigentümerin. Die Anlage ist stark sanierungsbedürftig, und die Stadt sucht weiterhin nach einem neuen Käufer. Im Schloss gibt es mehrere Räume, darunter ein ehemaliger Rittersaal, eine Brennerei, ein Kellergewölbe und eine alte Säule. Die Stadt plant, ein Museum für die Geschichte von Kohlhase, Oster und von Steuben einzurichten. Zudem sollen Veranstaltungs- und Feierorte sowie mögliche Wohnungen und Ferienwohnungen entstehen. Die Anlage bietet auch Ausblicke auf die Mulde und die umliegende Landschaft.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Schloss, Denkmalensemble
- Ort
- Bad Düben
- Adresse
- Schloß 1, 04849 Schnaditz
- Erbaut
- 1500
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Sachsen
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