Le Cap de la Hague

Das Cap de la Hague bei Auderville ist die Nordwestspitze des Cotentin und einer der Orte in der Normandie, an denen das Land tatsächlich aufhört. Von der Höhe der Landzunge fällt der Blick auf offenes Wasser, dahinter liegen die Kanalinseln. Was den Ort prägt, ist die Strömung. Der Raz Blanchard vor der Spitze gehört zu den stärksten Strömungen Europas und erreicht bis zu zwölf Knoten, also rund zweiundzwanzig Kilometer in der Stunde – Seeleute fürchten ihn seit jeher. Unten am Wasser liegt das kleine Hafendorf Goury mit seinem Leuchtturm, der weit draußen im offenen Meer steht, und mit einer Rettungsstation der SNSM, deren achteckiges Gebäude mit zwei Slipanlagen einmalig ist: Das Rettungsboot kann so unabhängig von der Windrichtung zu Wasser gelassen werden. Der Besuch braucht keine Öffnungszeiten, nur Wetter. An klaren Tagen ist die Weite eindrucksvoll, bei Sturm wird die Küste dramatisch – dann rollt die See gegen die Felsen von Goury. Wanderwege ziehen an der Küste entlang, und der Ort verbindet sich gut mit dem Nez de Jobourg wenige Kilometer südlich.

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