📷 Bild: Wikimedia Commons
Untersulzbachtal
Das Untersulzbachtal zweigt nordnordwestlich von der Salzach ab und gehört zur Gemeinde Neukirchen im Pinzgau, Salzburg. Es ist ein unbewohntes, glazial geformtes Trogtal mit steilen, von Steinschlagrinnen durchzogenen Flanken, das sich über etwa zwölf Kilometer erstreckt. Ab der Stockeralpe (1265 m) wird es hochalpin, geprägt vom Untersulzbachkees, dessen Gletscherzunge auf 2073 m vom Großvenediger (3657 m) und der Hohen Fürleg (3243 m) herabfließt. Der Untersulzbach mündet zwischen Neukirchen und Rosenthal in die Salzach, wobei die Knappenwand über der Talsperre an die einstige Bergbauvergangenheit erinnert. Das Tal liegt fast weglos und wild inmitten des Nationalparks Hohe Tauern und ist Teil des Wildnisgebiets Sulzbachtäler, das seit 1996 als Sonderschutzgebiet gilt und seit 2019 international als Kategorie-1b-Wildnis zertifiziert ist. Hier finden sich alle Pflanzengesellschaften von subalpinen Nadelwäldern bis zur nivalen Stufe, und es dient als Auswilderungsgebiet für Bartgeier. Der Untersulzbachfall ist bereits vom Salzachtal aus sichtbar und über einen Wandersteig erreichbar. Am Talschluss führt das Zwischensulzbachtaltörl zur Kürsingerhütte, während das Untersulzbachtaltörl am Viltragenkees den Übergang zur Neuen Prager Hütte über den Alpenhauptkamm ermöglicht. Das Tal ist durch den Bettlersteig mit dem Obersulzbachtal verbunden und wird vom Kleinvenediger dominiert, dessen Gipfel das Landschaftsbild prägt.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
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