📷 Bild: Wikimedia Commons
Rüninger Turm
nicht erhaltener Wehrturm der Befestigungsanlagen der Stadt Braunschweig
Der Rüninger Turm war ein Wehrturm der Braunschweiger Landwehr, einer mittelalterlichen Befestigung der Stadt. Er stand südlich der alten Stadtgrenzen, im heutigen Stadtbezirk Rüningen, etwa vier Kilometer südlich der Stadttore. Der Turm wurde um 1385 errichtet und 1400 erstmals erwähnt. Er diente der Sicherung der Handelsstraße zwischen Braunschweig und Frankfurt am Main. Der Turm spielte im 15. Jahrhundert eine Rolle im Konflikt zwischen der Stadt und den Herzögen von Braunschweig-Wolfenbüttel. 1492 brannte der Bergfried nieder, um ihn den herzoglichen Truppen zu entziehen. Im 17. Jahrhundert erhielt der Turm das Krugrecht, wofür ein Zollhaus errichtet wurde, in dem Chausseegeld erhoben wurde. Im 18. Jahrhundert verlor der Turm seine militärische Bedeutung und wurde 1724 geschleift. Das Zollhaus, ein Renaissancefachwerk, blieb erhalten, bis es im 19. Jahrhundert seine Funktion verlor. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde es baufällig. Nach der Zerstörung der Altstadt durch Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg wurde das Zollhaus abgetragen, seine Elemente wurden restauriert und in ein neues Fachwerkhaus am Altstadtmarkt eingebaut.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Turm
- Ort
- Braunschweig
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