Franziskanerkloster Greifswald
Kloster in Deutschland
Das Franziskanerkloster in Greifswald stand südöstlich des Marktplatzes und erstreckte sich bis zur Stadtmauer. Es wurde 1262 gegründet und gehörte zur Kustodie Stettin der Sächsischen Franziskanerprovinz. Die Stifter, Graf Jaczo von Gützkow und seine Frau Dobroslawa, stifteten die Grablege der Familie. Die Klosterbibliothek, das Guardianshaus, blieb als einzige mittelalterliche Bausubstanz erhalten. Das Kloster war bis 1556 ein bedeutendes Zentrum der Stadt. Der Rat kontrollierte die Grundstücksverwaltung, und die Franziskaner hatten Einfluss auf die Stadtverwaltung. Die Klosterkirche war ein wichtiger Ort für kirchliche und politische Veranstaltungen. Die Universität Greifswald nutzte das Kloster für theologische Lehre und hatte Verbindungen zum Konvent. Die Reformbestrebungen im 15. Jahrhundert führten zur strengeren Ordnung des Klosters. In der ehemaligen Klosterbibliothek befindet sich heute das Pommersche Landesmuseum. Die Bibliothek besaß um 1545 etwa 406 Bücher, darunter theologische Werke und eine wertvolle Inkunabel. 1928 zog das Museum in das Guardianshaus. Bei Sanierungsarbeiten wurden 1599 sieben Terrakottafiguren entdeckt, die die Kunst der Zeit vor der Reformation belegen.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Greifswald
In der Nähe
- Pommersches Landesmuseum42 m
- St.-Marien-Kirche221 m
- Caspar-David-Friedrich-Denkmal259 m
- Fangenturm505 m
- Dom St. Nikolai356 m
- Theater und Stadthalle Greifswald383 m
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