📷 Bild: Wikimedia Commons
Corsier-Port
Prähistorische Seeufersiedlung in Corsier im Kanton Genf, Schweiz
Corsier-Port ist ein prähistorisches Pfahlbausite am Ufer des Genfer Sees in der Gemeinde Corsier, Kanton Genf, Schweiz. Der etwa 1,9 Hektar grosse Bereich liegt in einer kleinen Bucht an der linken Seeseite und ist heute unter 3 bis 5 Metern Wasser. Die Stelle wurde mehrfach während der prähistorischen Zeit besiedelt und umfasst vier Hauptzeitabschnitte. Die archäologischen Funde umfassen Strukturen wie eine Ténevière und eine Palisade, die auf die Besiedlung des Neolithikums und des späten Bronzezeitalters zurückgehen. Der Site Corsier-Port ist besonders für die Forschung zur Besiedlung des Genfer Sees von Bedeutung. Er ist der einzige Fundplatz mit Keramik aus der Mittelneolithikum-Phase in der Schweiz. Die archäologischen Untersuchungen zeigten, dass die natürliche Geomorphologie der Bucht die Erhaltung der Funde förderte. Die UNESCO klassifizierte den Ort 2011 als Weltkulturerbe und als nationales kulturelles Gut der Schweiz. Besucher können die archäologischen Reste im Uferbereich beobachten, die auf die Besiedlung durch verschiedene Kulturen hinweisen. Die Strukturen wie die Ténevière und die Pfahlbauten geben Einblick in die Lebensweise der damaligen Bevölkerung. Die Funde aus verschiedenen Epochen zeigen, wie sich die Besiedlung über Jahrtausende entwickelte. Die Umgebung um Corsier-Port bietet einen einzigartigen Einblick in die prähistorische Geschichte der Region.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Corsier
- Denkmalstatus
- Teil einer UNESCO Welterbestätte
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