Männerwohnheim Meldemannstraße

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WienBrigittenau

Männerwohnheim Meldemannstraße

Das ehemalige Männerwohnheim in der Meldemannstraße 27 im 20. Wiener Gemeindebezirk Brigittenau war von 1905 bis 2003 eine bedeutende Einrichtung für Obdachlose. Erbaut nach Plänen der Architekten Leopold Ramsauer und Otto Richter, bot es auf sechs Stockwerken 544 Männern in Einzelkabinen erschwingliche Unterkünfte. Finanziert wurde es durch die Kaiser Franz Joseph I.-Jubiläums-Stiftung, die auch erhebliche Spenden jüdischer Familien wie der Rothschilds und Gutmanns erhielt. Berühmt wurde das Haus als Wohnort Adolf Hitlers zwischen 1910 und 1913, der dort in der Nichtraucherabteilung des Lesesaals las, malte und politische Diskussionen führte. Während des Ersten Weltkriegs diente es als Lazarett, später als Krankenhaus und Altersheim. Bis zu seiner Schließung 2003 bot es 246 Männern Unterkunft, bevor es nach Protesten durch ein neues Heim in Floridsdorf ersetzt wurde. Heute beherbergt das denkmalgeschützte Gebäude ein Altenpflegeheim mit fast 200 Zimmern. Der historische Bau wurde unter Wahrung der Fassade zum „Seniorenschlössl Brigittenau“ umgebaut, umgeben von einem 9.000 m² großen Park. Der Eingang liegt nun in der Winarskystraße.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

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