📷 Bild: Wikimedia Commons
Hydrierwerke Pölitz
Ruine in Polen
Die Hydrierwerke Pölitz waren ein Joint Venture der IG Farben, Royal Dutch Shell und Standard Oil of New Jersey. Das Werk wurde in Pölitz bei Stettin gebaut und war von 1940 bis 1945 das größte deutsche Hydrierwerk. Es produzierte Flugbenzin, Fahrbenzin, Dieselkraftstoff und andere synthetische Produkte aus Erdöl und Steinkohle. Das Werk stand unter ständiger Bombardierung und wurde zur „Hydrierfestung“ umgebaut, um die Produktion zu schützen. Das Werk war ein zentrales Ziel der Alliierten Luftangriffe und wurde bis zur Schlacht um Berlin genutzt, um die Heeresgruppe Weichsel mit Treibstoff zu versorgen. Nach dem Krieg wurde die Anlage demontiert und Pölitz wurde der Volksrepublik Polen zugeordnet. Heute liegt das Chemiewerk Zakłady Chemiczne Police in der Nähe der ehemaligen Fabrikruinen. Besucher können die Ruinen der ehemaligen Fabrik besuchen, die sich in der direkten Nachbarschaft des Chemiewerks befinden. Das Werksgelände umfasste 250 Hektar und war mit einer eigenen Infrastruktur ausgestattet, darunter ein KWK-Kraftwerk, ein Hafenterminal und mehrere Bahnanschlüsse. Die Anlage war Teil eines umfangreichen Netzwerks ausländischer und deutscher Unternehmen, das bis in die Nachkriegszeit andauerte.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Ruine, Hydrierwerk
- Ort
- Police
- Erbaut
- 1937
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