Böhmen

Průhonický park

Der Průhonicer Park liegt rund zehn Kilometer südöstlich von Prag am Rand der Gemeinde Průhonice und gilt als einer der bedeutendsten Landschaftsparks Tschechiens. Er zieht sich durch das gewundene Tal des Baches Botič, umfasst annähernd 250 Hektar und wird zusammen mit dem Schloss vom Botanischen Institut der Akademie der Wissenschaften verwaltet. Seit 2010 ist er nationales Kulturdenkmal, 1992 wurde er in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Angelegt wurde der Park ab 1885 durch Graf Arnošt Emanuel Silva-Tarouca, der die Herrschaft eingeheiratet hatte und den verwahrlosten romantischen Garten im englischen Stil neu gestaltete; mitgearbeitet hat der Botaniker und Gartengestalter Camillo Schneider. Durch Zukäufe, vergrößerte Teiche, Wehre und Überfälle entstand zugleich ein Wasserbauwerk und ein Arboretum mit rund 8.000 Gehölzen in 1.500 Arten und Sorten, darunter etwa 100 Rhododendren, dazu ein drei Hektar großes Alpinum mit 3.000 Pflanzen und ein Rosarium. 1927 verkaufte der Graf den gesamten Besitz an den Staat. Ein fast 40 Kilometer langes Wegenetz erschließt Wiesen, Teiche und bewaldete Hänge; sorgfältig gesetzte Durchblicke richten sich immer wieder auf das Schloss. Dieses wurde zwischen 1889 und 1894 von Jiří Stibral im Stil der tschechischen Neorenaissance umgebaut, mit Malereien von Hanuš Schwaiger, und ist selbst nicht öffentlich zugänglich. Das älteste Bauwerk im Park ist die romanische Kirche Mariä Geburt, die schon 1187 geweiht wurde.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.

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