St. Nikolaus

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SehenswürdigkeitBayernBezirk Coburg

St. Nikolaus

Kirchengebäude in Coburg

Die St.-Nikolaus-Kapelle in Coburg steht an der Ketschendorfer Straße 30. Sie wurde 1442 als Siechenkapelle neben einem 1336 errichteten Siechenhaus gebaut und dem heiligen Nikolaus geweiht. Die Kapelle durchlief mehrere Bauphasen, darunter eine Barockisierung 1649/50 und einen Umbau zur Synagoge 1873. Sie war bis 1932 jüdisches Gotteshaus und wurde 1933 geschlossen. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzte die evangelisch-freikirchliche Gemeinde der Baptisten die Kapelle bis 1945, bevor die altkatholische Gemeinde sie 1962 übernahm. Die Kapelle war bis 1525 katholische Kirche, wurde nach der Reformation evangelisch-lutherisch und diente zeitweise als Friedhofskirche. 1806 überließ Herzog Ernst I. die Kapelle der römisch-katholischen Gemeinde, die sie 1860 wieder aufgab. Von 1873 bis 1932 war sie Synagoge, bis die Stadt Coburg sie 1933 enteignet und die jüdische Gemeinde verpflichtete, 6000 Mark für die Wiederherstellung zu zahlen. Die Kapelle blieb bis 1945 leer, bis die Baptisten in ein eigenes Gemeindehaus zogen. Die altkatholische Gemeinde nutzte sie seit 1962. Die Kapelle hat einen Saalraum und einen sechsseitigen Altarraum mit drei Spitzbogenfenstern. Sie ist 18 Meter lang und 6 Meter breit, mit einem Satteldach von 7,7 Metern Spannweite und 6,2 Metern Höhe. Die Ausstattung umfasst einen barocken Taufstein und spätgotische Fresken im Chor. Das westliche Eingangsportal trägt ein Medaillon mit hebräischen Buchstaben, die „Dies ist das Tor zu Gott“ bedeuten. Die Kapelle steht im Eigentum der Stadt Coburg.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Kirchengebäude
Ort
Coburg
Adresse
Ketschendorfer Straße 30
Denkmalstatus
Baudenkmal in Bayern
Quellen:St. Nikolaus (CC0-1.0)

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