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Fraterherren St. Michael, Köln (Weidenbach)

Ehemaliges Bruderhaus in Köln

Das Fraterhaus St. Michael am Weidenbach war eine Gemeinschaft der Brüder vom gemeinsamen Leben in Köln. Es entstand 1416 durch die Gründung einer geistlichen Gemeinschaft, die von Erzbischof Dietrich II. von Moers offiziell bestätigt wurde. Die Gemeinschaft war nach Münster die zweite Fratergemeinschaft im deutschsprachigen Raum und besaß ab 1431 einen festen Sitz gegenüber der Kirche St. Pantaleon. Die Gemeinschaft war bekannt für ihre geistliche Literaturproduktion und wirtschaftliche Tätigkeiten wie Weinhandel und Bierverkauf. Die Gemeinschaft war bis 1793 bestehen geblieben und hatte eine reiche Geschichte mit mehreren Rektoren, darunter Heinrich von Ahaus und Nikolaus Denss. Sie war auch für die Gründung von Tochtereinrichtungen wie Marienthal und Königstein verantwortlich. Die Brüder betrieben eine Infirmerie und waren in der Buchproduktion sowie im Wein- und Bierhandel tätig, was zu Konflikten mit der Stadt Köln führte. Vor Ort standen die ehemaligen Gebäude des Fraterhauses, die nach dem Ende der Gemeinschaft als Besserungsanstalt, Gefängnis und Kaserne genutzt wurden. Die Kirche St. Michael, die 1491 geweiht wurde, wurde 1827 durch den Ausbau der Kaserne beschädigt. Die ehemaligen Räume des Konvents und der Kapelle sind heute Teil der Stadtgeschichte Kölns. Die Gemeinschaft war eng mit der Stadt verbunden und trug zur kulturellen und geistlichen Entwicklung Kölns bei.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Kloster, religiöse Gemeinschaft
Ort
Köln

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