📷 Bild: Wikimedia Commons
Kloster Hradiště
Kloster in Tschechien
Das Kloster Hradiště war ein Zisterzienserkloster in Klášter Hradiště nad Jizerou, einem Ort im Okres Mladá Boleslav in Tschechien. Es wurde im 12. Jahrhundert gegründet, möglicherweise 1145 oder 1177. Die Anlage lag auf einem Berg, was für ein Zisterzienserkloster ungewöhnlich ist. Die Klosterkirche, die um 1230 entstand, war 75 Meter lang und hatte einen rechteckigen Umgangschor, der auf das Vorbild der zweiten Klosterkirche in Morimond zurückgeht. Das Kloster erreichte im 15. Jahrhundert seine größte Macht, als es 112 Dörfer und Höfe besaß. Doch die Ordensmoral verschlechterte sich, und die Mönche begannen mit betrügerischen Machenschaften, um Spenden zu sammeln. 1420 wurde das Kloster von den Orebiten eingenommen und niedergebrannt. Die Mönche flüchteten auf die Burg Bezděz. Das Felsenkloster wurde nie wieder aufgebaut, und der Besitz wurde aufgeteilt. Später wurde ein Schloss und schließlich eine Brauerei anstelle des Klosters errichtet. Die Klosterkirche war monumentalaufgebaut mit gotischen Formen und Pflanzenornamentik. Das Hauptportal befand sich südlich der heutigen Pfarrkirche aus dem Jahr 1560. Unter dem Chor lag ein zweischiffiger Raum, der das Hanggefälle ausglich. Nur die Nordwand mit einem romanischen Rundbogenfenster blieb erhalten. Die Klausur lag rechts von der Kirche im Süden. Die Ruinen der Klosterkirche wurden 1921 weitgehend abgebrochen.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Klášter Hradiště nad Jizerou
- Erbaut
- 1144
- Baustil
- Architektur der Renaissance
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Tschechien
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