Benediktinerkloster St. Johannis zu Berge, bei Magdeburg
ehemalige Benediktiner-Abtei in der Nähe der Stadt Magdeburg
Das Benediktinerkloster St. Johannis zu Berge lag bei Buckau in der Nähe von Magdeburg und wurde im 10. Jahrhundert gegründet. Es war eine bedeutende Abtei, die im 11. Jahrhundert eine romanische Kirche errichtete. Die Bezeichnung „Kloster Berge“ stammt aus dem 14. Jahrhundert und bezieht sich auf die Lage auf einer leichten Bodenerhebung. Die Abtei spielte eine zentrale Rolle im geistlichen Leben der Region und war auch für missionarische Aufgaben verantwortlich. Das Kloster verlor 1565 den Katholizismus und wurde zur evangelischen Klosterschule. Unter Abt Johann Adam Steinmetz, der von 1732 bis 1762 leitete, erreichte die Schule ihre größte Bedeutung. Viele bedeutende Persönlichkeiten, wie Christoph Martin Wieland und Friedrich von Matthison, wurden hier ausgebildet. Die Schule war eng mit den Franckeschen Stiftungen in Halle verbunden und entwickelte sich zu einem Zentrum des Pietismus. Sie blieb bis Anfang des 19. Jahrhunderts bestehen. Im 18. Jahrhundert war das Kloster ein Zentrum der Bildung und Wissenschaft. Die Klosterschule zog Schüler aus weiteren Regionen an und war für ihre pädagogischen Ansätze bekannt. Die Bibliothek und die Naturaliensammlung wurden 1810 der Universität Halle übergeben. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Areal des Klosters zum Klosterbergegarten umgebaut. Die historischen Gebäude wurden abgerissen, und das Kloster verlor seinen ursprünglichen Charakter.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Magdeburg
In der Nähe
- Gesellschaftshaus im Kloster-Berge-Garten66 m
- Puppentheater Magdeburg279 m
- Fort Berge475 m
- Wasserturm der Hubbrücke Magdeburg744 m
- Elbeseitenradschleppdampfer Württemberg619 m
- Buckauer Tor627 m
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