Parkeisenbahn Cottbus
Die Parkeisenbahn Cottbus fährt seit dem 1. Juni 1954, damals eröffnet als Pioniereisenbahn — eine Einrichtung, in der Kinder und Jugendliche den Bahnbetrieb nicht nur ansehen, sondern selbst durchführen sollten. Dieses Prinzip hat den Systemwechsel überdauert: Bis heute arbeiten Jugendliche ehrenamtlich als Schaffner und Zugbegleiter auf der Strecke. Gefahren wird auf 600 Millimeter Spurweite über 3,2 Kilometer, bei höchstens zwanzig Stundenkilometern. Die Runde beginnt am Sandower Dreieck, wo auch der Betriebshof liegt, und führt am Stadion vorbei, entlang der Spreeaue und des Tierparks bis nach Branitz mit seinem Park und Schloss. Damit verbindet die Bahn die wichtigsten Grünanlagen der Stadt und ist weniger Attraktion als tatsächliches Verkehrsmittel im Freizeitverkehr. Der Fahrzeugpark umfasst zwei Dampflokomotiven, mehrere Dieselloks und einen Dieseltriebzug mit fünf Mittelwagen. In über fünf Jahrzehnten hat die Bahn mehr als fünf Millionen Fahrgäste befördert; heute sind es jährlich über vierzigtausend. Betrieben wird sie seit 2011 von der städtischen Verkehrsgesellschaft. Die Saison läuft von April bis Oktober, ergänzt um Themenfahrten und Veranstaltungen über das Jahr. Für eine Runde mit Aufenthalt in Branitz sollte man einen halben Tag einplanen; am Sandower Dreieck gibt es eine Gaststätte.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.
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