Kanonissenstift Wetter
ehemaliges römisch-katholisches Frauenstift in Wetter (Hessen), Deutschland
Das Kanonissenstift Wetter liegt auf dem Klosterberg in der hessischen Kleinstadt Wetter. Es war ein religiöses Zentrum, das im frühen 11. Jahrhundert gegründet wurde und bis zur Reformation im 16. Jahrhundert bestand. Die Stiftsgründung wird mit einer lokalen Legende verknüpft, die auf schottische Stifterinnen zurückgeht. Die Stiftsfläche umfasste ein Wohnhaus für Priester, eine Frühmesskirche und weitere Gebäude. Die frühgotische Kirche dient heute als lutherische Pfarrkirche. Das Stift war bis ins 14. Jahrhundert Herrscher der Stadt Wetter. Es war mehrfach Gegenstand von Streitigkeiten zwischen dem Erzbistum Mainz und der Landgrafschaft Hessen. Die Reformation führte 1526/27 zur Auflösung des Stifts, wobei die Stiftsgüter an die hessische Ritterschaft vergeben wurden. Die Stiftsstruktur umfasste eine Äbtissin, eine Pröpstin und ein Stiftskapitel, das die Verwaltung und religiösen Angelegenheiten leitete. Die Stiftsverwaltung war oft von außen beeinflusst, insbesondere durch die Landgrafen. In der heutigen Zeit ist die Stiftskirche das zentrale Gebäude, das als Pfarrkirche dient. Die ehemaligen Stiftsgebäude sind in der Umgebung vorhanden, darunter der Vierherrenhof und Wohn- sowie Wirtschaftsgebäude. Die Stiftsfläche umfasst auch den Kirchhof, auf dem archäologische Funde wie eine romanische Säule und eine Krypta entdeckt wurden. Die Stiftsgeschichte ist durch eine unvollständige Quellenlage gekennzeichnet, was die Forschung erschwert.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft, Frauenstift
- Ort
- Wetter
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Hessen
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