📷 Bild: Wikimedia Commons
Sölkpass
Der Sölkpass ist ein Gebirgsübergang in den Niederen Tauern, der die Steiermark durchzieht und das Murtal mit dem Ennstal verbindet. Er liegt auf 1788 Metern Höhe an der Grenze zwischen den Wölzer- und Schladminger Tauern und wird von der Sölkpassstraße, auch Erzherzog-Johann-Straße genannt, erschlossen. Diese Landesstraße L704 wurde 1954 zweispurig ausgebaut und asphaltiert und verbindet Orte wie Schöder, Murau und Oberwölz im Murtal mit Gröbming im Ennstal. Der Pass hat eine lange Geschichte als Handelsroute, die bereits in der Bronzezeit genutzt wurde. Funde wie ein Hüttenfundament und Holzkohlenreste belegen dies. Im Mittelalter gewann er an Bedeutung, und 1593 wurde ein erster Karrenweg projektiert. Heute ist der Sölkpass vor allem für seine landschaftlichen Reize bekannt, auch wenn die Aussicht von der Passhöhe selbst begrenzt ist. Die Straße ist im Winter aufgrund fehlender Lawinenschutzbauten nicht geräumt und bleibt meist von Oktober bis Mai gesperrt. Wer den Pass überquert, erlebt eine alpine Straße mit wechselnden Perspektiven. Auf der Nordseite ist noch ein mittelalterlicher Saumpfad sichtbar, und auf der Passhöhe steht seit 1978 eine kleine Kapelle. Der Naturpark Sölktäler in der Umgebung bietet weitere Natursehenswürdigkeiten. In den Sommermonaten verbindet ein Kleinbus der Linie 945 zweimal täglich Schöder und Gröbming über den Pass.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
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