Kollegiatstift Enger, später Herford

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Kollegiatstift Enger, später Herford

Kollegiatstift der Königin Mathilde

Das Stift Enger wurde 947 von Königin Mathilde gegründet und war ursprünglich dem Bistum Osnabrück zugeordnet. Es war ein Kollegiatstift für Säkularkanoniker und besaß eine eigene Kirche, die später zur Pfarrkirche der evangelisch-lutherischen Gemeinde wurde. 1414 wurde das Stift nach Herford verlegt, wo die Stiftskirche St. Johannis errichtet wurde. Die Kirche in Enger blieb als Pfarrkirche erhalten, während die Kanoniker und ihre Kunstwerke nach Herford zogen. Die Stiftskirche in Enger war ursprünglich eine romanische Saalkirche mit Rechteckchor aus dem 9. oder 10. Jahrhundert. Sie wurde in zwei Bauabschnitten errichtet, wobei der Chor aus dem 12. Jahrhundert und das Hallenlanghaus aus dem 14. Jahrhundert stammen. In der Kirche befinden sich Grabstätten, darunter das berühmte Widukindepitaph aus dem Jahr 1100. Zudem sind weitere Ausstattungsstücke wie der Schnitzaltar von 1525 und der Codex Wittekindeus erhalten geblieben. Die Kirche ist Teil der ehemaligen Stiftsgebäude, von denen nur die Kirche übriggeblieben ist. Um die Kirche herum prägten die ehemaligen Stiftsgebäude das Stadtbild. Die Kirche selbst hat keine Turm, der spätmittelalterliche Glockenturm wurde 1843 aufgestockt. In der Kirche sind mehrere sakrale Kunstwerke und historische Dokumente ausgestellt, die die Geschichte des Stifts widerspiegeln.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Kirchengebäude, Kloster, religiöse Gemeinschaft
Ort
Enger
Baustil
Romanische Architektur
Denkmalstatus
Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen

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