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Plothen
Plothen liegt im thüringischen Saale-Orla-Kreis, westlich der Bundesautobahn 9 und östlich eines Seengebietes im Südostthüringer Schiefergebirge. Das Dorf ist Hauptort der Plothener Teiche und umgeben von Wald. Es gehört zum Schleizer Oberland und umfasst den Ortsteil Neudeck. Die Landesstraße 1077 führt nördlich vorbei und verbindet das Dorf mit der Bundesstraße 2. Der Name Plothen stammt aus slawischen Ursprüngen und könnte „Sumpf“ oder „Teich“ bedeuten. Das Dorf wurde erstmals 1378 als „Villa Plote“ erwähnt. Der Plothenbach, früher Blutenbach genannt, wird in einer Sage als Ort einer heidnischen Opferstätte beschrieben. Der Bach trennte über Jahrhunderte die Ortsteile Neudeck und Plothen, bis nach dem Ersten Weltkrieg kulturelle und politische Unterschiede verschwanden. Plothen ist bekannt für das Hausteichhaus, ein einzigartiges Pfahlhaus im größten Teich Thüringens. Es diente einst als Jagdhütte und wurde nach der Wende unter Denkmalschutz gestellt. Das Museum im Pfahlhaus erzählt die Geschichte der Fischerei und des Teiches. Die Winterkirche, eine neuromanische Saalkirche, wurde 1866–1867 erbaut und 1997 restauriert. Bekannte Persönlichkeiten wie die Steingraeber-Brüder und der Reichstagsabgeordnete Julius Arnold stammen aus Plothen.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.
- Einwohner
- 248
- Fläche
- 8,24 km²
- Seehöhe
- 470 m
- Bezirk
- Saale-Orla-Kreis
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