📷 Bild: Wikimedia Commons
Krameramtsstuben
Gruppe von Fachwerkhäusern in Hamburg
Die Krameramtsstuben in Hamburg-Mitte liegen am Krayenkamp in der Neustadt unterhalb des Michels. Sie bestehen aus Fachwerkhäusern, die um 1620 bis 1700 errichtet wurden und heute die letzte geschlossene Hofbebauung des 17. Jahrhunderts darstellen. Die Anlage umfasst zwei Vorderhäuser, die mit einer Hofbebauung verbunden sind, und ist eine der ältesten Reihenhaussiedlungen der Stadt. Die Krameramtsstuben sind ein Beispiel für die typischen Gängeviertel der Hamburger Alt- und Neustadt. Die Anlage umfasst 20 Witwenwohnungen, die 1676 vom Krameramt für Witwen von verstorbenen Mitgliedern gebaut wurden. Die Häuser sind in ihrer schlichten Fachwerkbauweise und mit Elementen wie Holzgestellen vor den Fenstern sowie Schornsteinen aus dem 17. Jahrhundert erhalten. Das Vorderhaus aus dem Jahr 1700 wurde als Wohnhaus vermietet und gehört nicht zur ursprünglichen Kramerwitwenwohnung. Die Krameramtsstuben sind heute ein Kulturzentrum und beherbergen eine als Museum erhaltenen Witwenwohnung aus der Zeit um 1850/60. Diese Wohnung ist mit vollständiger Einrichtung ausgestattet und verdeutlicht die Wohnverhältnisse der Mittelschicht in Hamburg zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Anlage umgibt der Krayenkamp, der südöstlich um den Platz der Hauptkirche St. Michaelis verläuft und ursprünglich als Begräbnisplatz diente.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Museum, Bauensemble
- Ort
- Hamburg-Mitte
- Adresse
- Krayenkamp 10, 20459 Hamburg
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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