Reichsschwert
Das Reichsschwert, auch Mauritiusschwert genannt, ist Teil der Reichskleinodien des Heiligen Römischen Reiches und wird in der Wiener Hofburg ausgestellt. Es gilt als Symbol der weltlichen Macht des Kaisers, die ihm der Papst bei der Krönung überträgt. Mit der Spitze nach oben vorangetragen, verkörpert es die Autorität des Herrschers. Die 110 Zentimeter lange Waffe besteht aus einer 95,3 Zentimeter langen Stahlklinge mit einer Schwertfegermarke und vergoldeter Parierstange. Die Scheide aus Olivenholz ist mit vierzehn goldgetriebenen Platten verziert, die Herrscher von Karl dem Großen bis Heinrich III. zeigen. Die Inschriften auf Klinge und Parierstange verweisen auf den mittelalterlichen Lobgesang „Christus vincit – Christus regnat – Christus imperat“. Vor Ort lässt sich das Schwert in der Kaiserlichen Schatzkammer der Wiener Hofburg betrachten. Die vergoldeten Details und die historischen Gravuren geben Einblick in die mittelalterliche Symbolik und Handwerkskunst. Die Scheide mit ihren Herrscherporträts dokumentiert die Kontinuität der Reichsidee über Jahrhunderte.
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