Geologische Bundesanstalt

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Wien

Geologische Bundesanstalt

Die Geologische Bundesanstalt war Österreichs zentraler geologischer Dienst und befand sich im dritten Wiener Gemeindebezirk, nahe der Landstraße. Als nachgeordnete Dienststelle des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung lieferte sie Grundlagen für staatliche Aufgaben und Forschung, etwa zu Gesteinen, Rohstoffen oder Wasserversorgung. Ihr Hauptwerk waren geologische Karten in verschiedenen Maßstäben, die als Blattschnitte oder Gebietskarten erschienen. Gegründet 1835 als Montanistisches Museum, entwickelte sie sich unter Wilhelm Haidinger zur eigenständigen Reichsanstalt. Haidinger erstellte 1847 die erste geognostische Karte Österreichs und trieb die Institutionalisierung voran. Bis 2005 residierte sie im Palais Rasumofsky, bevor sie in die Neulinggasse 38 umzog – ein Ensemble aus adaptierten Altbauten und einem Neubau nahe der S1-Schnellbahn. 2023 fusionierte sie mit der Zentralanstalt für Meteorologie zur GeoSphere Austria. Vor Ort prägte ein modernes Bürogebäude mit wissenschaftlicher Infrastruktur das Bild. Die Bibliothek beherbergte über 360.000 Bände und war damit die größte erdwissenschaftliche Sammlung des Landes. Kartenarchive und digitale Datenbanken dokumentierten den Untergrund Österreichs, von Rohstoffvorkommen bis zu Thermalwasserquellen. Die Nähe zur Schnellbahnstrecke und zum ehemaligen Wiener Neustädter Kanal unterstrich die verkehrsgünstige Lage im urbanen Gefüge.

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