📷 Bild: Wikimedia Commons
Burg Neuhaus
abgegangene Burg südlich von Liebenau in Niedersachsen
Die Burg Neuhaus ist eine abgegangene Burg südlich von Liebenau im Landkreis Nienburg/Weser in Niedersachsen. Sie stand auf einer landwirtschaftlich genutzten Fläche unweit der Weser. Die Burgstelle war eine mittelalterliche Niederungsburg, die 1242 errichtet wurde und ursprünglich aus einem Bergfried bestand. Sie wurde 1279 mit einer Ringmauer befestigt und zerstört 1335 oder 1346. Die Reste wurden bis um 1850 vollständig abgetragen. Die Burg war im 13. Jahrhundert ein wichtiger Standort des Bistums Minden, das das Gebiet gegen die Grafschaft Hoya sicherte. Sie beherbergte eine Zollstelle an der Weser, deren Einnahmen bis 1320 verpfändet waren. Bis ins 14. Jahrhundert war sie ein bevorzugter Aufenthaltsort der Mindener Bischöfe. Nach dem Verlust an die Grafen von Hoya wurde sie zerstört, und aus ihren Resten sollen später Burg Liebenau und die St.-Laurentius-Kirche entstanden. Die Burgstelle erscheint heute als rechteckige Erhebung von etwa 100 × 50 Meter mit einer Höhe von einem halben Meter. Im Luftbild ist der frühere Burggraben als helle Bodenverfärbung sichtbar. Eine Grabenausbuchtung nach Westen deutet auf eine Vorburg hin. Die genaue Lage der Burg wurde erst 1999 durch Luftbilder entdeckt, und seitdem wurden archäologische Funde wie Metallobjekte und Keramikfragmente gefunden. Eine geophysikalische Untersuchung im Jahr 2017 zeigte Strukturen, die auf Gebäudereste schließen lassen.
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- Art
- Burg
- Ort
- Liebenau
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