Felsenlabyrinth Luisenburg
Das Felsenlabyrinth Luisenburg bei Wunsiedel im Fichtelgebirge ist ein Blockmeer aus mehr als 300 Millionen Jahre altem Granit: haushohe, gerundete Blöcke, die übereinander liegen und dazwischen Spalten, Gänge und Kammern bilden. Auf acht Hektar führen Wege über Treppen, unter Felsen hindurch und durch enge Durchschlüpfe — begehbar, aber nur mit festem Schuhwerk. Lange galten die Blöcke als Trümmer einer Katastrophe. Tatsächlich entstanden die runden Formen durch Wollsackverwitterung im feuchtwarmen Klima des Tertiärs; die Erosion legte sie später frei und brachte sie ins Rutschen. Goethe beschrieb 1820 diesen natürlichen Vorgang. Erschlossen wurde das Gelände von den Wunsiedlern selbst: Ab etwa 1790 legten sie Wege an und schufen aus der steinernen Wildnis bis um 1800 einen Landschaftsgarten, eine zweite Ausbauphase folgte 1811 bis 1815. Den Namen trägt der Ort seit dem Besuch der preußischen Königin Luise 1805, die ihn ein wahres Eden nannte. 2002 erhielt das Labyrinth das Siegel Bayerns schönste Geotope, 2006 die Auszeichnung als Nationaler Geotop. Zwischen den Felsen liegt außerdem die Naturbühne der Luisenburg-Festspiele, deren Vorläufer bis zu einem Singspiel im Jahr 1794 zurückreichen. Geöffnet ist das Gelände von Ende März bis Anfang November; für den Rundgang sollte man ein bis zwei Stunden rechnen.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.
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