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Richtfunkanlage Berlin-Frohnau
Ehemalige Richtfunkanlage im Norden Berlins
Die Richtfunkanlage Berlin-Frohnau liegt im Ortsteil Frohnau der Bezirk Reinickendorf. Sie besteht aus einem 117,5 Meter hohen Stahlfachwerkturm und einem später errichteten 358 Meter hohen Gittermast. Der Gittermast war nach dem Fernsehturm das zweithöchste Bauwerk Berlins und das vierthöchste Deutschlands. Beide Antennen dienten ausschließlich dem Richtfunk und nicht der Rundfunkübertragung. Die Anlage ermöglichte bis zu 12.600 Fernsprechverbindungen nach Westdeutschland, was mehr als doppelt so viel wie die Anlage auf dem Schäferberg war. Die Verbindungen zwischen Frohnau und Clenze sowie zwischen Frohnau und Gartow waren entscheidend für die Kommunikation nach der deutschen Wiedervereinigung. Die Anlage war zudem für die Übertragung von Fernsehkanälen und für den Richtfunk der Bundeswehr genutzt worden. Besucher können heute den Stahlfachwerkturm besichtigen, der zum Mobilfunk dient. Der Gittermast wurde 2009 gesprengt, da keine weitere Nutzung mehr bestand. Die Anlage bot einzigartige Räume in 324 Metern Höhe, die über einen Aufzug erreichbar waren. Die Betriebskanzel wurde mehrfach erweitert, um zusätzliche Räume für technische Geräte zu schaffen.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Turm
- Ort
- Reinickendorf
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