Frau von Brill
Grabfund aus der mittleren Bronzezeit in Ostfriesland, Deutschland
Die Frau von Brill ist ein Grabfund aus der mittleren Bronzezeit, der auf dem Gebiet der Gemeinde Dunum in Ostfriesland entdeckt wurde. Die Bestattung fand auf einer Kuppe der heutigen Briller Gaste statt, die bereits seit der Steinzeit als Begräbnisstätte genutzt wurde. Die Grabbeilagen enthielten Metallgegenstände, die in der Region dieser Zeit sonst nicht vorkamen. Die Grabausstattung der Frau von Brill umfasste Schmuckstücke wie Lockenringe, einen Halsreif aus Bronze, Bronzehütchen, eine Perlenkette aus Bernstein und ein bronzenes Armband. Diese reiche Ausstattung deutet darauf hin, dass die Frau in ihrem Leben ein hohes Ansehen genoss. Die Gegenstände wurden vermutlich als Teil des Lebens im Jenseits mit ins Grab gelegt. Die Grabstätte bietet einen Einblick in die Kultur der mittleren Bronzezeit. Die Funde zeigen, dass die Menschen damals das Leben nach dem Tod als Fortsetzung des irdischen Lebens sahen. Vergleiche mit anderen Funden wie dem des Mädchens von Egtved oder der Prinzessin von Fallingbostel deuten auf eine Kleidung aus gewebter Schafwolle hin. Die Grabausstattung ist ein Zeugnis der künstlerischen und handwerklichen Fähigkeiten der damaligen Zeit.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Niedersachsen
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