Römisches Bad bei Kressbronn-Betznau
Badruine bei Kressbronn-Betznau am Bodensee
Das Römische Bad bei Kressbronn-Betznau ist eine römische Ruine, die 1913 von Gerhard Bersu entdeckt wurde. Es liegt oberhalb des Ortsteils Betznau im heutigen Kressbronn am Bodensee. Die Ruine besteht aus einem isolierten Hypokaustum, einem Badraum mit Sandsteinpfeilern und einem Schürkanal. Die Fläche misst etwa 4,80 × 4,50 Meter, mit starken Außenmauern und einem Terrazzoboden. Die Fundstellen zeigen, dass das Bad Teil einer Villa war, die sich vermutlich auf dem heutigen Hof befand. Das Bad ist aus römischer Zeit stammend und wurde im 1. Jahrhundert errichtet, als die Donaugrenze durch Kastelle militärisch befestigt wurde. Die Anbindung an die römischen Straßen war wichtig, da das Gebiet schwach besiedelt war. Die Ruine ist Teil einer römischen Straße, die von Bregenz über Lindau-Aeschach vermutlich nach Kressbronn führte. Die Anlage zeigt, wie die Römer Straßen und Bauten zur Versorgung und Besiedlung des Gebiets nutzten. Die Ruine bietet Einblick in die römische Bautechnik und Alltag. Im Badraum fanden sich Tonscherben, ein durchbrochener Bronzeschlag und gemalter Wandverputz. Die Umgebung umfasst Äcker und Wiesen, auf denen Scherben und Ziegelstücke gefunden wurden. Die Ruine ist Teil der römischen Siedlungs- und Verkehrsstruktur im heutigen Oberschwaben.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Kressbronn am Bodensee
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