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Wattenbach
Der Wattenbach ist ein rechter Nebenfluss des Inn, der in den Tuxer Voralpen Tirols entspringt. Er entsteht im Wattental durch den Zusammenfluss von Mölsbach und Lizumbach nahe dem Lager Walchen auf 1405 Metern Höhe. Der Lizumbach, mit 8,1 Kilometern Länge, entspringt unterhalb des Lizumer Reckner in 2419 Metern Höhe, während der Mölsbach als Abfluss des Mölssees (2251 Meter) 5,8 Kilometer lang ist. Nach 11,6 Kilometern Fließstrecke mündet der Wattenbach in Wattens in den Inn und erreicht mit seinen Quellbächen eine Gesamtlänge von 19,7 Kilometern bei einem Höhenunterschied von 1874 Metern. Der Bach zeichnet sich durch eine durchgehend hervorragende Gewässergüte der Klasse I aus. Die Abwässer der Gemeinde Wattenberg werden über ein Klärwerk in Fritzens geleitet, während der Truppenübungsplatz Lizum Walchen eigene Anlagen nutzt. Das Wasser dient industriellen Zwecken, etwa in den Swarovski- und Wattenspapierwerken, deren vorgereinigtes Abwasser über einen Düker unter dem Inn in die Kläranlage Hall in Tirol gelangt. Trotz der industriellen Nutzung im Inntal konnte der Eintrag von Schwermetallen in den Inn durch verbesserte Reinigungstechniken deutlich verringert werden. Im Wattental zeigt sich der Wattenbach als reißendes Wildgewässer, das früher häufig Überschwemmungen verursachte. Durch Wildbachverbauungen mit Geschiebesammlern und Bachbetteinfassungen wurde der Wasserabfluss verlangsamt, sodass seitdem keine Hochwasser mehr auftraten. Neun Wasserkraftwerke nutzen die Energie des Baches, während er gleichzeitig als Prozesswasser für Industrieanlagen dient.
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