Friede von Konstanz
Vertrag des Kaisers mit dem Lombardenbund 1183
Der Friede von Konstanz ist ein Friedensvertrag aus dem Jahr 1183, der zwischen dem römisch-deutschen Kaiser Friedrich I. Barbarossa und den oberitalienischen Städten des Lombardenbundes geschlossen wurde. Er diente zur schriftlichen Festlegung bereits im Jahr 1177 getroffener Vereinbarungen. Der Vertrag stärkte die Rechte der Städte und legte die kommunale Verfassung in Reichsitalien fest, nachdem alle Versuche Friedrichs, diese Entwicklung zu stoppen, gescheitert waren. Der Vertrag war bedeutsam, da er die Kommunen als selbständige Rechtssubjekte anerkannte und ihre Verfassung legitimierte. Die Städte erhielten Regalien gegen Zahlungen und verpflichteten sich zur Heerfolge. Zudem mussten sie ihre Konsuln durch kaiserliche Beauftragte bestätigen und Treueeid leisten. Dies war neuartig, da die kommunalen Herrschaften genossenschaftlich, nicht aristokratisch geprägt waren und der Lombardenbund als Dauereinrichtung anerkannt wurde. Die Friedensurkunde aus dem Jahr 1183 wurde 1990 in Bronze gegossen und ist heute am Konstanzer Kaiserbrunnen auf der Marktstätte zu bewundern. Sie symbolisiert die historische Bedeutung des Vertrags und die Anerkennung der Stadtrechte durch den Kaiser. Die Verfassung der Kommunen wurde dadurch in der Geschichte des Reichsitaliens verankert.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Friedensvertrag
- Ort
- Konstanz
Mehr in dieser Region entdecken
Themen rund um Baden-Württemberg
In der Nähe
- Konstanz4 m
- Kollegiatstift St. Mauritius, Konstanz40 m
- Kollegiatstift St. Johann, Konstanz109 m
- Konstanzer Münster82 m
- Schwesternsammlung auf Blatten Konstanz126 m
- Jesuitenkolleg Konstanz129 m
QR-Code