📷 Bild: Wikimedia Commons
Montaillou
französische Gemeinde im Département Ariège
Montaillou liegt in den französischen Pyrenäen, auf einem Höhenzug namens Mont d’Alion im Pays d’Aillou. Die Gemeinde ist in der Region Okzitanien im Département Ariège gelegen und wird von der Kleinstadt Ax-les-Thermes im Süden sowie den Städten Foix und Pamiers im Norden umgeben. Der Ort ist aufgrund seiner Lage in den Bergen und der geringen Einwohnerzahl ein eher abgelegener Ort, der sich in der Landschaft der Pyrenäen eingefügt hat. Montaillou ist vor allem durch die Dokumentation der Verhöre des Jacques Fournier bekannt, die in der Geschichte der Geschichtswissenschaft eine bedeutende Rolle spielen. Die Forschungen zu dem Ort wurden durch den Historiker Emmanuel Le Roy Ladurie weitergeführt, der in den 1970er Jahren eine Dissertation über das mittelalterliche Leben in der Gemeinde veröffentlichte. Die Akten des Ketzerprozesses, der im 14. Jahrhundert stattfand, liefern Einblicke in das Alltagsgeschehen, die Mentalität und die sozialen Strukturen der Dorfbewohner. Der Ort ist durch seine Ruine der Burg Montaillou, die im 12. Jahrhundert erbaut wurde, sowie die romanische Kirche Notre Dame de Carnesses geprägt. Die Burg wurde im 17. Jahrhundert abgerissen, und die Kirche gilt als ein Zeugnis der mittelalterlichen Kultur. Zudem gibt es das Schloss der Familie Montauriol, das durch Brandstiftung zerstört wurde, aber ein Tor aus dem 16. Jahrhundert erhalten blieb. Diese Bauwerke und die historischen Dokumente tragen zur Identität des Ortes bei.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Gemeinde in Frankreich
- Ort
- Département Ariège
- Seehöhe
- 1806 m
- Website
- http://www.montaillou.fr
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