Kohnstein

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Kohnstein

Berg im Harz

Der Kohnstein ist ein 334,9 m hoher Berg im Südharz, nahe Nordhausen in Thüringen. Er gehört zum Naturpark Südharz und ist Teil des Geoparks Harz – Braunschweiger Land – Ostfalen. Der Berg ist bekannt für sein Stollensystem, das im Zweiten Weltkrieg als Produktionsstätte für Rüstungsgüter umgebaut wurde. Der Kohnstein besteht aus Gips, Anhydrit und Marienglas und ist ein Beispiel für Karstgeologie mit Höhlen und Dolinen. Das Stollensystem des Kohnsteins wurde während des Zweiten Weltkriegs durch Häftlinge des KZ Mittelbau-Dora erweitert und zur Produktion von V1- und V2-Raketen genutzt. Nach dem Krieg wurde das Gebiet zunächst von amerikanischen Truppen besetzt und später von der sowjetischen Militärverwaltung übernommen. Die Stollen wurden bis zur Deutschen Wiedervereinigung verschlossen. In der DDR wurden jährlich bis zu 2 Mio. Tonnen Anhydrit abgebaut, was etwa 45 Prozent der weltweiten Förderung entsprach. Besucher können heute Teile des Stollensystems besichtigen, die seit 1995 von der Gedenkstätte Mittelbau-Dora geführt werden. Der Kohnstein ist auch ein beliebter Wanderort, der den Kaiserweg und den Karstwanderweg durchquert. Auf dem Komödienplatz wurden historische Veranstaltungen abgehalten. Die Gängertalshöhle und die Laughöhle sind weitere sehenswerte Karstformationen in der Region.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Berg
Ort
Nordhausen
Seehöhe
335 m

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