📷 Bild: Wikimedia Commons
Geroldsbach
Der Geroldsbach entspringt in den Stubaier Alpen südlich von Götzens auf 1920 Metern Höhe nahe dem Birgitzköpfl. Er speist sich aus fünf Quellflüssen, die fächerförmig zusammenfließen. Zunächst fließt er nach Norden durch den Ort Götzens, bevor er seine Richtung ändert und nordöstlich am Ortsteil Neu-Götzens vorbeifließt. Über den Wiltenberg erreicht er Innsbruck-Wilten und mündet schließlich bei Sieglanger in den Inn. Insgesamt ist der Bach 9,4 Kilometer lang. Der Unterlauf des Geroldsbachs, der an der Grenze zwischen Innsbruck und Völs verläuft, wurde historisch als Hölltal bezeichnet und ist bereits seit 1140 urkundlich als „Helletal“ belegt. Das Gewässer versorgt vier Trinkwasserreservoirs in Götzens und zwei in Wilten mit Wasser, das vor allem für die Justizanstalt Innsbruck und Sieglanger genutzt wird. Dadurch führt der Unterlauf weniger Wasser, behält aber durchgehend die höchste Gewässergüteklasse I. Bei Hochwasser oder starkem Regen kann der Bach jedoch gefährlich anschwellen, weshalb sein Lauf in den Ortsgebieten stellenweise begradigt wurde. Heute ist das hinterste Tal durch die Schigebiets-Querungsverbindung zwischen der Axamer Lizum und der Mutterer Alm erschlossen. Der Bach durchfließt eine abwechslungsreiche Landschaft mit Wäldern und Almwiesen, bevor er in den Inn mündet. Besonders im Unterlauf bietet er ruhige Abschnitte, während der Oberlauf durch steile alpine Regionen führt.
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