📷 Bild: Wikimedia Commons
Schillerhaus
Museum in Leipzig
Das Schillerhaus ist ein ehemaliges Bauernhaus im Leipziger Stadtteil Gohlis, Menckestraße 42. Es wurde 1717 als Wohnstallhaus errichtet und diente bis 1785 als Sommerquartier für Schiller. Im Obergeschoss lebte der Dichter vom Mai bis September 1785 und arbeitete an Werken wie dem 2. Akt des Don Carlos und der ersten Fassung von *An die Freude*. Das Gebäude ist das älteste erhaltene Bauernhaus Leipzigs und eine Außenstelle des Stadtgeschichtlichen Museums. Das Schillerhaus ist besonders wegen der literarischen Verbindung zu Schiller und der Rekonstruktion eines sächsischen Interieurs des 18. Jahrhunderts bedeutsam. Die Ausstellung umfasst rund 100 Exponate und thematisiert Schillers Werk sowie die Geschichte des Leipziger Schillervereins. Im Sommer finden Theateraufführungen, Konzerte und Lesungen im Schillergarten statt. Die Gedenkstätte wurde 1841 als Wirkungsstätte Schillers wiederentdeckt und 1842 durch Robert Blum gegründet. Im Schillerhaus erlebt man die Geschichte des Dichters und seiner Verbindung zu Leipzig. Die Räume im Obergeschoss wurden im 18. Jahrhundert aufgestockt und beherbergen die Schillerstube. Der Garten, der Schillergarten, dient heute als Veranstaltungsort. Die Außenanlagen wurden mehrfach restauriert, und die Gartenanlage wurde 2002 nach historischem Vorbild neu gestaltet. Das Haus wurde 1998 nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten wiedereröffnet und 2023 unter dem Namen *Götterfunke* mit einer überarbeiteten Ausstellung wieder zugänglich gemacht.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Museum, Bauernhaus, historisches Haus
- Ort
- Leipzig
- Adresse
- Menckestraße 42, 04155 Leipzig OT Gohlis
- Erbaut
- 1848
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