Kahlenhausener- oder Judenpforte
abgerissener Wehrturm in Köln
Die Kahlenhausener- oder Judenpforte ist ein Tor aus der mittelalterlichen Kölner Stadtmauer im nordöstlichen Bereich der Altstadt-Nord. Sie wurde im Jahr 1349 als porta judeorum erwähnt und war ursprünglich ein Torabschnitt der Ringmauer. Die Pforte war aus Tafelbasalt gebaut und hatte einen schmalen Durchgang mit spitzbogigem Eingang. Sie wurde im Jahr 1446 vermauert, da sie nicht mehr in der Wachtverteilung berücksichtigt wurde. Die Pforte war Teil der Verteidigungsanlagen und wurde als Kampfhaus bezeichnet. Sie war vermutlich ein letztes Tor der Ringmauer und stand im Zusammenhang mit der Judenpforte in der Zeughausstraße. Die Bezeichnung „Judenpforte“ entstand vermutlich aus der Verantwortung der Juden für den Verteidigungsabschnitt, die nach 1349 entzogen wurde. Die Pforte blieb bis ins 15. Jahrhundert in der Wachtordnung erwähnt, bis sie schließlich in der Stadtmauer verschwand. Die Pforte war Teil der Befestigungsanlagen, die im 17. Jahrhundert durch zusätzliche Bollwerke verstärkt wurden. Im 19. Jahrhundert begann die Schleifung der Bollwerke, was zur Niederlegung der Stadtmauer führte. Der Mauerabschnitt vor Kahlenhausen wurde im Zuge der Stadterweiterung abgebrochen, und die Straße Unter Kahlenhausen wurde später zur Clever Straße und schließlich zum Deutschen Ring verlängert.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Turm
- Ort
- Altstadt-Nord
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