Bodendenkmal in Parkstein, #D-3-6238-0043
Archäologische Befunde des abgegangenen spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Hammerschlosses in Hammerles.
Das Hammerschloss Hammerles ist ein Bodendenkmal in Hammerles, einem Gemeindeteil von Parkstein im Landkreis Neustadt an der Waldnaab. Es lag ursprünglich auf der östlichen Seite der Schweinnaab, etwa 1500 Meter westlich von Parkstein. Der Fluss war einst die Landesgrenze zwischen dem kurfürstlichen Landrichteramt Waldeck und dem wittelsbachischen Landrichteramt Parkstein. Das Gut wurde im 13. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt und war ein freies Eigen, das den Landsassenrechten unterlag. Das Gut war ein bedeutendes Landgut mit weitreichenden Rechten, darunter niedere Gerichtsbarkeit und Wildbann. Es umfasste ein gut ausgebautes Wohnhaus, Stallungen, eine Mühle und verschiedene Grundstücke. Der Wert des Gutes wurde im 17. Jahrhundert auf über 8000 fl geschätzt. Die Geschichte des Gutes ist geprägt von zahlreichen Besitzern, die sich über mehrere Jahrhunderte hinweg abwechselten, wobei die Rechte der Landsassen stets eine zentrale Rolle spielten. Heute erinnert die „Schmiedpoint“ an das ehemalige Hammerwerk. Bei Baumaßnahmen wurden Eisenschlacke gefunden, die auf die Nutzung des Eiseneisenschmelzwerks hinweisen. Die Landschaft um das ehemalige Schloss ist geprägt von der Schweinnaab und den umliegenden Dörfern, die bis heute Teile der Geschichte des Gutes bewahren.
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- Art
- Schloss, Befund, Bodendenkmal
- Ort
- Parkstein
- Denkmalstatus
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