📷 Bild: Wikimedia Commons
Fürstenhof
Schloss der Renaissance in Wismar
Der Fürstenhof in Wismar ist ein Renaissance-Bauwerk aus dem 16. Jahrhundert und Teil der mecklenburgischen landesfürstlichen Residenzarchitektur. Er wurde in zwei Abschnitten errichtet: der ältere Teil, der Alter Hof, entstand 1512/13 in der Spätgotik, der Neuen Hof folgte 1553/54 nach Plänen von Gabriel von Aken und Valentin von Lyra. Beide Teile sind durch Umbauten stark verändert worden, insbesondere durch die Nutzung als schwedisches Tribunal und später als Amtsgericht. Der Fürstenhof ist für seine reiche Fassadenverzierung bekannt, die aus Terrakotta und Reliefplatten besteht. Die Fassaden zeigen Themen aus der Klassik und der Bibel, und die Gestaltung wird mit italienischen Vorbildern wie dem Palazzo Roverella in Ferrara verglichen. Die Restaurierungen im 19. und 20. Jahrhundert prägten den heutigen Zustand, wobei die Fenster und Portale stark verändert wurden. Die Innenfläche des Gebäudes umfasst einen Innenhof mit rekonstruierter Farbfassung. Im Fürstenhof werden heute verschiedene Räume genutzt, darunter der Innenhof mit seiner rekonstruierten Fassade, die Hofseite mit Pilastern und Fenstern sowie die Stadtseite mit reich verzierten Fenstereinfassungen. Die Umgebung umfasst die Altstadt von Wismar, die mit dem Fürstenhof verbunden ist. Der Bau ist Teil der historischen Stadtsilhouette und beeinflusste die architektonische Entwicklung bis in die Gegenwart.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Schloss
- Ort
- Wismar
- Baustil
- Johann-Albrecht-Stil
- Denkmalstatus
- Baudenkmal in Mecklenburg-Vorpommern
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