Nationalpark Gesäuse
Der Nationalpark Gesäuse ist der einzige Nationalpark der Steiermark. Er wurde 2002 eingerichtet, umfasst rund 12.300 Hektar und liegt auf dem Gebiet von Admont, Johnsbach, Weng, Hieflau, Landl und St. Gallen. Sein Kern ist der Durchbruch der Enns durch die Ennstaler Alpen: eine schluchtartige Talstrecke zwischen steil aufragenden Felswänden, über der das Hochtor mit 2.369 Metern steht. Die Höhenspanne reicht von 490 Metern bis zum Gipfel. Rund drei Viertel der Fläche sind Naturzone, in der sich die Natur ohne Eingriff entwickeln soll; im übrigen Teil sind extensive Nutzungen wie Almweide erlaubt. Etwa die Hälfte des Parks ist bewaldet, von Auwäldern an der Enns bis zu Fichten-Tannen-Buchenwäldern in mittleren Lagen. Biologisch ist das Gebiet ein Hotspot: 30 endemische Pflanzen- und 195 endemische Tierarten kommen hier vor, dazu geschützte Schmetterlinge, Amphibien, Fische, Fledermäuse und der Frauenschuh. Als Einstieg dienen zwei Besucherstellen: der Nationalparkpavillon in Gstatterboden und der Weidendom bei Johnsbach, ein aus lebenden Weiden gezogenes Bauwerk; die Verwaltung sitzt in Weng bei Admont. Das Wegenetz reicht von leichten Talwegen entlang der Enns bis zu ernsthaften Klettertouren in den Wänden. Ranger führen durch das Gebiet, im Sommer läuft ein tägliches Programm.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.
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