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Denkmal für den unbekannten Wehrmachtsdeserteur
Denkmal in Deutschland
Das Denkmal für den unbekannten Wehrmachtsdeserteur steht vor der Bastion Philipp der Zitadelle Petersberg in Erfurt. Es wurde 1995 eingeweiht und befindet sich in der Altstadt nahe der Zitadelle. Die Anlage liegt in einem Festungsgraben und ist über einen Fußweg erreichbar. Die Stelen sind aus Metall und Schrott gefertigt und symbolisieren den Deserteur sowie die Opfer der NS-Militärjustiz. Das Denkmal wurde von der Initiative „Deserteurdenkmal“ initiiert, die 1994 gegründet wurde. Die Idee entstand zum 50. Jahrestag der Befreiung, um die Verurteilten der NS-Militärjustiz zu gedenken. Die Kunstkommission der Stadt kritisierte den Entwurf zunächst als zu abstrakt und zu überfrachtet, doch das Denkmal wurde am 1. September 1995 trotz Widerstände eingeweiht. Es ist ein Ergebnis von Kooperationen mit Künstlern, Gewerkschaften und Friedensgruppen. Die Stelen sind in einer engen Gasse angeordnet und erzeugen ein Gefühl der Beklemmung und Uniformität. Eine Stele steht individuell, um den Deserteur zu symbolisieren. Die Bronzetafel trägt eine Inschrift und ein Zitat von Günter Eich. Das Denkmal erinnert an die NS-Zeit und die Verurteilung von Deserteuren, während es zugleich die Spannung zwischen Individuum und System thematisiert. Die Umgebung um das Denkmal ist geprägt von der Geschichte der Zitadelle und der NS-Zeit.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Monument
- Ort
- Erfurt
- Erbaut
- 1995
In der Nähe
- Benediktinerkloster St. Peter, Erfurt (zuvor Kollegiatstift)35 m
- Leonhardskirche49 m
- Petersberg165 m
- Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße195 m
- Gedenkstätte Andreasstraße196 m
- Informations- und Dokumentationszentrum des BSTU/Erfurt469 m
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